Freitag, 4. April 2014

Mit Musik im Ohr die Highways entlang.


Wir kamen irgendwann erleichtert aus Te Puke los und beschlossen die verbleibenden Wochen bis zum Arbeitsbeginn im Packhaus  damit zu verbringen, einen Roadtrip die Nordinsel hinunter zu machen und uns in Hastings im Applepicking zu probieren.  Auf dem Weg dorthin hatten wir uns einige Zwischenziele herausgepickt, auf die wir uns schon seit langem riesig freuten. Wir fuhren als erstes über Pikowai Beach nach Whakatane, eine Stadt etwas unterhalb an der Ostküste liegend, und machten uns danach auf zum Lake Tarawera. Um dorthin zu gelangen mussten wir  30 km quer durch eine Art Naturschutzgebiet fahren, dass aus dunklen Wäldern, Schluchten und Tälern bestand, aber es hatte sich gelohnt. Der See war kristallklar, die Wasseroberfläche ruhig und die Luft roch nach Tannennadeln. Später gingen wir zu den Wasserfällen wo wir in den Fluss sprangen und so viel Zeit verspielten das wir fast vergaßen, dass man bis 19:00 Uhr den Wald verlassen haben musste, da das Gebiet dann abgeriegelt wurde. Wir beeilten uns also um weiterzufahren bis der Van allen Ernstes mitten im Nichts, umgeben von Bergen und Bäumen, ohne Netzempfang und keiner Menschenseele, …stehen blieb. Wir wurden jedenfalls irgendwann von der Polizei und einem hilfsbereiten Kiwi abgeschleppt & eskortiert und wir verloren wiedermal einige Tage. Ich erspare euch diesmal die Einzelheiten! ;D Nach ein paar Tagen, in denen wir einfach zu Fuß die Gegend erkundeten,  konnten wir jedenfalls weiterfahren nach Rotorua, von den Einheimischen auch liebevoll „rotten Rua“ genannt, da es im geothermal aktiven Teil Neuseelands liegt und dort überall dampfende bis kochende Krater und Seen voller Matsch, stinkendem Schwefel und Lavazeugs, vorzufinden sind. Unterwegs machten wir einen Abstecher zum „Hell’s Gate“ wo es, wie gesagt, kochende Schwefel/Chemie/was weiß ich Seen und andere thermische Erscheinungen zu entdecken gab. In Rotorua fand dann die spontane NZ – Reunion mit Fairburn (Fabian ;p ) statt, dem Backpacker der in Whangarei mit uns herumgereist war. Nachdem wir in Rotorua alles abgeklappert hatten fuhren wir weiter Richtung Taupo, wobei wir uns den Geothermalen Park in Wai-O-Tapu anschauten, uns im Honey-Hive Center eine Honigschnapps Verkostung gönnten und dann Mayonnaise kauften :D  In Taupo fanden wir einen heißen Fluss, der an einer Stelle in den Waikato River mündete, dort genossen wir eine ganze Nacht lang ununterbrochen heißes Wasser in freier Natur. Ich meine, stellt euch das mal vor! Ein heißer Fluss, über euch Sterne und ein leichter Nieselregen auf eurer Haut…
Magisch.
Wir beschlossen die Strecke zum Tongariro National Park dazu zu nutzen einmal um Lake Taupo herum zu fahren, was sich weniger bezahlt gemacht hat als erwartet, denn dort gab es eigentlich nichts. Vor allem keine Trinkwasserstationen, sodass wir am Abend dann soweit waren China-Instant Nudeln mit Sprite anstelle von Wasser zu kochen.. ^^                                                                                                                                                                                                                                           In Turangi, dem letzten Ort vor dem großen National Part, angekommen wurden wir von einer heftigen Regenfront dazu gezwungen uns einige Tage im Van zu verstecken bis wir uns zum Sagen umwobenen „Tongariro Alpine Crossing“ aufmachen konnten. Wir fanden eine süße Bar in National-Park-Village in der wir in Isi’s Geburtstag hineinfeierten und am nächsten Tag wurden wir fast von einer gigantischen Gruppe der Hell’s Angel’s überollt da der Van schlicht weg einfach superlahm ist :D
Acht Uhr morgens an einem Freitag wanderten wir schließlich los, um fest entschlossen den Schicksalsberg zu besteigen und einen Ring hinein zu werfen! Das gesamte Crossing sollte angeblich ca. 10 h dauern und umfasst eine Strecke von rund 22 km + einen Höhenunterschied von ca. 2500 m. Wir quälten uns also bei ziemlichen Sonnenschein und knallender Hitze die ersten 10 km aufwärts zu einem Plateau, wo wir erstmals den Fuß des Schicksalsberges erblickten. Ein Schild behauptete für Besteigung und Abstieg des Mt. Doom (Mt. Ngauruhoe) benötigte man drei zusätzliche Stunden, an diesem Punkt wurde uns klar das die Besteigung der Berge des National Parks in die Strecke nicht mit einbezogen waren ^^ Trotz alle dem machten wir uns auf den Weg den Vulkan mit ungelogener 45° Steigung, bestehend aus lockeren Felsbrocken, erstarrtem aber dennoch warmen Lawagestein und überwiegend losem Geröll zu erklimmen. Als Claudia immer ruhiger wurde und nur noch behaglich an Felsklumpen festkrallte wurde uns bewusst das man mit Höhenangst besser keinen Fuß auf diesen Monsterberg setzten sollte. Wir brauchten einige Zeit um sie davon zu überzeugen das es kein zurück mehr gab und sie es schaffen konnte ihre Furcht zu überwinden, -..und Claudia wir sind sehr stolz auf dich!- , irgendwann waren wir wirklich am Gipfel/ Kraterrand angekommen.  Dort  vernichteten wir den Ring, aßen Suppe und Milchreis und bemerkten das wir die letzten Menschen auf dem Berg und auch im Rest des Parks waren, da wir für den Aufstieg entspannte 5 Stunden gebraucht hatten. Aber das Schlimmste stand erst noch bevor..der Abstieg. Als wir an der Hangkante standen mussten wir selbst ersteinmal tief durchatmen, denn der  war so affen-steil das man zuerst garnichts weiter vom Hang sehen konnte. Es war ähnlich einer Klippe die man hinunterklettern müsste während vom Krater aus ab und zu irre große Felsen losbrachen und den Hang runterrasten. Irgendwie kamen wir dann jedenfalls unten an, jedoch war es dann schon stockfinster und wir entschieden dass wir besser die 10 km zurück zum Van laufen sollten.
An dieser Stelle: Besteigt diesen Berg nur wenn ihr auch tatsächlich richtiges Trekkingschuhwerk tragt, andernfalls seit ihr quasi Barfuß und quält euch ziemlich ab haha :D
Total begeistert traten wir nach zwei Tagen erneut zum Crossing an und wanderten diesmal am Ende der Strecke los um trotzdem alles gesehen zu haben. Insgesamt haben sie diegeschätzen 45 km herumgelaufe sehr gelohnt und ich empfehle es jedem von euch der auch irgendwann einen Fuß auf dieses irre schöne Fleckchen der Erde setzt :)
Ein paar Tage später rollten wir weiter nach Napier, der letzte Stop vor Hastings. Eine wunderschöne Stadt die, nach einem verheerenden Erdbeben 1939, im Art Deco Stil wiedererrichtet wurde. Am Wochenende gingen wir zum Napier Death Fest und fuhren anschließend nach Hastings. Dort trafen wir unseren Supervisor und begannen mit dem Apple Picking. Das könnt ihr euch ungefähr so vorstellen: du bekommst einen schweren Korb umgehängt mit dem du haufenweise Äpfel sammelst damit  er noch viel schwerer wird und dann kippst du diese SANFT in eine riesige Holzbox. Das machten wir genau  -1 Tag- , dann bekamen wir das Angebot in Martinborough auf den Vineyards Trauben zu ernten. Wir entschieden also Nachts 260 km weiter als geplant zu fahren, dort um 02:00 Uhr morgens anzukommen und um 7 auf arbeit zu gehen. Ein ziemlicher Traumjob wenn ihr mich fragt. Du bist den ganzen Tag draußen, Sonne, nette Menschen, einfache Arbeit, gutes Geld… leider war dies auch wieder zu schön um wahr zu sein. Nach einigen Tagen gab es keine Arbeit mehr und nun machen wir uns auf den Weg nach Palmerston North dort….. Kürbisse zu ernten.
Was wir in diesen Wochen Gelernt haben:

a)      Abschleppseile sollte man immer mitführen, auch für den Fall dass man einfach vergessen hat zu tanken ..^^

b)      Kabelbinder sind äußerst praktisch zum Wäsche aufhängen

c)       habt immer eine Tüte voll Bonbons dabei die ihr als Köder weit weg schmeißen könnt, falls eine Horde kleiner Maori Kinder auf euer Auto zu gerannt kommt

d)      Idiotisch Leute fahren mit tiefer gelegten Autos auf diesen sehr unebenen Straßen rum

Viel kommt jetzt erst mal nicht mehr denn jetzt müssen wir arbeiten. Was unsere Pläne für die nächsten Monate sind verraten wir nicht (weil noch nicht vorhanden^^). Wir können nur sagen ihr seid immer in unseren Herzen und wir denken oft an euch.











Pikowai Beach :3







Das Wahrzeichen Whakatane's.

eine magersüchtige Stahlfigur auf einem Felsen ^^



sehr kunstvoll. das Maori Versammlungshaus in Whakatane

Tarawera












Tarawera Falls

.....bis uns die Police dann abgeschleppt hat -.-

in den Tagen danach haben wir die Gegend ein bisschen abgelaufen und ein Paar interesante Sachen entdeckt :)









Das Tor zur Hölle! mit einer Menge stinkender Erscheinungen ^^










wie immer muss lena ihre Batsch in alles hineintunken was schlammig ist ;9

Claudi und Lena am Holzkunst erzeugen ^^ mehr oder weniger.


Rotorua






Bongo-Pimp-Time ;D    nun auch mit edlem Paillettenhimmel unterwegs ....

In Rotorua's NZ-Jade Store haben wir dann diesen netten Jadeklumpen erworben ^^

mapmf mapmf mapmf... ich liebe New Zealand :3


Isi's neue Hausschuhe :D
Green Lake & Blue Lake


wunderschönes Wasser, Strahlender Sonnenschein und kein einziges Wölkchen...haaaaahhhhhhh




Sunset in Rotorua's Park

uuuuuund spontane NZ-Reunion mit Fairburn!! Schade das du schon wieder zuhause bist fellow aber wie gesagt, "Whangarei war eben Whangarei.. ,, ;)


Wai-O-Tapu Thermal Wonderland

Lady Knox Geysire. Eigentlich echt lächerlich denn er ist nur erupiert weil jemand eine Packung Waschpulver reingekippt hat :D

nice :D






hinter uns der "Champagne Pool", ein 200 m tiefes seeartiges Loch, kochend heiß und voll mit Bestandteilen wie Gold, Silber, Quecksilber und wer weiß was noch! :)






stinkender, blubbernder Schlamm & Isi ;D


so sieht es aus wenn irgendwo ein kochender Fluss fließt :)


die Huka Falls.


Unser Ausflug zum Honey-Hive Center. Ich durfte wiedermal nicht aufs Foto und fühlte mich genötigt ;p Aber sind sie nicht süß,..diese beiden Bienchen :D ?

Taupo

Welcome to Taupo :)






Bush-Isi ^^

Einmal um den großen Lake Taupo herum :)

Unsere tolle nacht in Wharerangi..mit Sprite-Nudeln.

das tolle Wetter als wir zum Nationalpark aufgebrochen sind.





Mr. Toast ^^



Happy-Birthday Isi Cake ^^

Tongariro National Park




Tag 1. ;D













am Kraterrand des Schicksaldberges. ...der eine Ring ^^









mal wieder ein paar sinnlose Tage zwischendurch in Turangi.

Wäsche waschen...

und Essen machen....

und leckere Sachen trinken 3


Tongariro National Park Tag 2.

























Napier






One Night in Napier . - Napier Death Fest!


Apple Picking..... hahah

immer schön die hübschen Äpfel nach oben legen ^^

und immer schön auskippen...


........





was man sich eben so gönnt. ein Haufen Toast und Flüssigkeiten?...

hahaha alles klar :D ???

und schlussendlich... Kürbisse.

viele Kürbisse. ...endlos viele Kürbisse.



Mal sehn was als nächstes kommt.....

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